12. Die Früchte einer Nacht

Das war auch der Grund, warum Prager mich schon unten im Frühstückszimmer antraf, als er von seiner Nachtschicht zurückkam.

Er ließ sich mir gegenüber nieder, blickte mich an und fragte: «Gibt es hier in der näheren Umgebung einen Puff oder eine Spielbank?»

Ich hörte auf zu kauen. «Sie wollen in den Puff gehen oder Ihr Geld verjuxen?»

«Ich suche nur nach Möglichkeiten,» erklärte er todernst. «Möglichkeiten, die eine Erklärung bieten würden für die hohen Bargeldabflüsse aus der Firmenkasse.»

«Es gibt Bargeldabflüsse?»

«In sechsstelliger Höhe,» nickte er. «In beträchtlicher sechsstelliger Höhe.»

«Wer hat sie veranlasst?»

«Menges natürlich.»

«Hat jemand gegengezeichnet?»

«War gar nicht nötig. Menges hat Prokura.»

«Menges,» sagte ich durch die Zähne.

«Er muss es nicht notwendigerweise selbst genommen haben,» stellte Prager nüchtern fest.

«Aber er hat’s rausgerückt.»

«Das könnte auf Anweisung geschehen sein.»

«Von wem?»

«So weit bin ich noch nicht. — Es ist überhaupt einiges merkwürdig an diesen Zahlen: im letzten Revisionsbericht von vor zwei Monaten tauchen sie noch gar nicht auf, obwohl sie noch viel weiter zurückreichen. Ich würde sagen, hier hat jemand versucht, die Bücher zu frisieren auf ziemliche plumpe Art.» Er schob mir eine Liste mit den Auszahlungen herüber und bestellte sich bei der Bedienung zum Frühstück Knäckebrot, Kräuterquark und Pfefferminztee. Ich bin sicher, dass er so blass und kränklich aussieht, hängt nicht mit seinen schlaflosen Nächten vor irgendwelchen Computerbildschirmen zusammen, sondern einzig und allein mit seiner Art, sich zu ernähren — falls man dabei überhaupt von Ernährung sprechen kann.

Ich sah mir die Liste an. Ein paar Dutzend Positionen, alles hübsch gestückelt in kleinere unregelmäßige Beträge. Summa summarum so an die Achthunderttausend. Ich sagte: «Was ist mit den Quittungen?»

«Quittungen sind da — bloß nicht viel wert.»

«Warum nicht?»

«Alle mit derselben unleserlichen Krakelschrift und mit demselben Kuli geschrieben — und alle vom selben Block abgerissen. Ich habe mir das unter der Lupe angeguckt. Ich würde sagen, sie wurden alle auf einmal ausgestellt. Da muss jemand ziemlich in Eile gewesen sein.» Ich sagte ja schon, Prager ist ein echter Kriminalist, der lässt keinen noch so kleinen Krümel außer Acht.

Die Bedienung brachte ihm seine Hungerkost, und er begann sofort zu schmausen.

«Sonst noch was?» fragte ich.

«Ganz bestimmt, aber bis zu den Spesenabrechnungen bin ich noch nicht vorgedrungen,» mümmelte er.

«Es fehlen aber immer noch mindestens fünf Millionen.»

«Dazu brauche ich mehr Zeit, vor allem aber Unterlagen aus den anderen Abteilungen — Ladepapiere, Lieferscheine, Inventurlisten und so weiter,» erklärte er und fuchtelte mit dem Messer herum, mit dem er sich den Quark aufs Knäckebrot geschmiert hatte.

«Soll ich mir den Menges gleich vornehmen, oder kommt noch was nach, was meinen Sie?»

«Sicher kommt noch was nach. Andererseits sind die Spuren noch ganz frisch. Da könnte man einen gewissen Schockeffekt ausnützen.» Er nahm einen Schluck Pfefferminztee, verbrannte sich die Zunge, verzog das Gesicht und setzte die Tasse wieder ab.

«Wann sind Sie wieder in der Firma?»

«Sobald ich gefrühstückt und mich rasiert habe.»

Ich zündete mir eine Zigarre an und blies den Rauch über den Tisch. «Und was ist mit schlafen?»

Er hüstelte. «Hat Zeit — später ein kleines Mittagsschläfchen vielleicht.»

«Okay,» nickte ich. «Und konzentrieren Sie sich erst mal auf die Spesenabrechnungen, private Telefonate und so weiter. Ich brauche Entlassungsgründe.»

Durch seine funkelnden Brillengläser sandte er einen vorwurfsvollen Blick zu mir herüber. Als ob er das nicht selbst gewusst hätte.

Ich grinste ihn an und sagte ihm zum Abschied. «Und lassen Sie sich’s schmecken.»

«Aber sicher,» grummelte er und schmierte sich das nächste Knäckebrot.

Dann sauste ich in die Firma. An der Schranke tat immer noch der blonde Schragen mit der dicken Brille Dienst. Ich ließ die Seitenscheibe herunter. «Wo ist die Tagschicht?»

«Kommt heute nicht. Ich mach ’ne Doppelschicht,» grinste er.

«Na, dann pennen Sie mir mal bloß nicht ein.»

«Keine Sorge, das halt ich schon durch mit viel Kaffee und so weiter.»

Ich fragte ihn nicht, was er unter ‚und so weiter‘ verstand, sondern trug ihm nur noch auf, den Werkschutzchef sofort in mein Büro zu schicken.

Meinen Schlitten parkte ich wieder an der üblichen Stelle im absoluten Halteverbot direkt vor dem Eingang der Verwaltung.

Der erste, der mich an diesem Morgen in alter Frische zu sehen kriegte, war Frost. Ich stürmte in sein Büro und knallte ihm Pragers Liste auf den Tisch und röhrte: «Barauszahlungen, Barauszahlungen, Barauszahlungen! Was hat das zu bedeuten? Sind wir vielleicht ’ne Bank?»

Frost besah sich die Liste und schüttelte den Kopf. «Das kann ich mir nicht erklären. Ich werde gleich…»

«Sie werden gar nichts,» stoppte ich ihn. «Alles erforderliche werde ich schon in die Wege leiten. Aber Sie können sich ja schon mal Gedanken machen, ob Sie mir vielleicht noch doch was zu sagen haben.»

«Wie meinen Sie das?» blinzelte er mich an.

«Wenn Sie das nicht selber veranlasst haben, dann haben Sie als der zuständige Ressortchef zumindest so tief und fest gepennt, dass man Ihnen die halbe Firmenkasse unter dem Hintern weg klauen konnte. — Finden Sie das etwa normal?»

Er räusperte sich, sagte aber nichts.

«Heute Mittag werden wir zusammen ein Hühnchen rupfen unten in der Kantine,» versprach ich ihm und rauschte hinaus. Apropos Kantine — konnte man die nicht dichtmachen? Ich würde von Prager mal ausrechnen lassen, wieviel das bringen würde.

In meinem Büro wartete schon Kretschmer auf mich, der Chef des Werkschutzes, ein kantiger grauer Borstenschädel. «Sie wollten mich sprechen, wie ich hörte,» empfing er mich mit Donnerstimme.

Ich verzog mich hinter meinen Schreibtisch und sagte, während ich die Post durchsah: «Da haben Sie richtig gehört. Wir werden heute Taschenkontrollen machen — lückenlose Taschenkontrollen.»

«Bei jedem, der rein- und rausgeht?»

«Nein, nur bei denen die rausgehen, und auch erst, wenn Feierabend ist. Dann aber schlagartig alle auf einen Streich.»

«Wie soll das gehen, das sind über tausend Leute?»

Ich blickte kurz von der Post auf ihm in sein zerfurchtes finsteres Gesicht. Es konnte durchaus sein, dass es Leute gab, die Angst vor ihm hatten. So gesehen der erste Mann am richtigen Platz in diesem verdammten Murksbetrieb. «Wer macht hier den Werkschutz, Sie oder ich?»

«Ich habe fünf Mann zur Verfügung. Selbst wenn wir vorne das Tor dichtmachen, können wir nach hinten nicht so abriegeln, dass sich nicht doch welche dünnemachen. Und Sie wollen Sie doch alle im Netz haben, wenn ich das richtig sehe.»

«Sie sehen richtig,» nickte ich und dachte nach. Er hatte Recht. Es musste auch Vorsorge getroffen werden, dass niemand der durch den Auflauf am Tor gewarnt wurde, seine Sore irgendwo stiekum leise entsorgte und dann mit sauberen Händen und Taschen durch die Kontrollen marschierte. Ich fragte: «Wie viele kommen mit dem eigenen Wagen?»

Er zuckte die Achseln. «So genau kann ich das nicht sagen, aber es werden sicher die allermeisten sein.»

Schweren Herzens entschloss ich mich, die Fußgänger und Radfahrer ziehen zu lassen und erklärte: «Dann werden wir drüben auf dem Parkplatz zugreifen.»

«Der hat aber fünf Einfahrten.»

«Dann blockieren Sie eben vier davon. Stellen Sie Container rein oder Kübelpalmen, und an der fünften fangen Sie den Verkehr ab. Aber warten Sie, bis der größte Teil drüben ist. Sonst lassen die meisten ihren Wagen glatt stehen und verkrümeln sich zu Fuß.»

«Dazu werden meine Leute aber nicht reichen.»

Ich nickte. «Sie werden nicht nur zum Kontrollieren welche brauchen, sondern auch welche, um die wartenden Wagen zu beobachten, damit niemand was heimlich aus dem Fenster wirft. Besorgen Sie sich so viele Leute, wie Sie brauchen, bei den Sicherheitsunternehmen hier in der Gegend.»

«Suchen wir nach etwas Bestimmtem?»

Fast hätte ich gesagt, nach Entlassungsgründen, aber ich kriegte die Kurve gerade noch und erklärte: «Nach Firmeneigentum. Wer welches bei sich hat, wird mit allen Personalien aufgeschrieben und gemeldet.»

«Das wird sicher Ärger geben,» schwante ihm.

«Ganz bestimmt wird es das,» stimmte ich ihm aus vollem Herzen zu. Zeck fiel mir plötzlich wieder ein. Nach Lage der Dinge würde ich mich um seinen Verbleib nicht mit der nötigen Intensität kümmern können. Deshalb wechselte ich das Thema und erkundigte mich: «Kennen Sie zufällig einen Privatdetektiv, der mit den örtlichen Verhältnissen hier einigermaßen vertraut ist und mehr kann, als nur Fotos knipsen und saftige Rechnungen schreiben?»

Kretschmer rieb sich über seinen blauen Bartschatten. «Hm, so richtig ausgebuffte Jungs auf diesem Sektor gibt es hier eigentlich nicht. Zu wenig los, um besondere Talente zu entwickeln. Wenn’s unbedingt einer von hier sein soll, würde ich’s vielleicht mal mit Torsten Torstein probieren.»

«Was ist das für ein Bursche?»

«Na ja, Sherlock Holmes ist er nicht gerade. Macht Scheidungen, kleinere Versicherungssachen und so weiter. Aber wie gesagt, einen Besseren werden Sie hier in der Gegend kaum finden. Und einer aus Bremen oder Hamburg kennt sich hier wieder nicht gut genug aus.»

«Okay, vielen Dank. — Also bis heute Abend dann mit der Liste aller erwischten Personen. Und ich muss Ihnen doch nicht sagen, dass diese Operation streng geheim ist, oder?»

Er grinste. «Sehe ich so aus, als ob man mir das sagen müsste?»

«Es kommt darauf an, dass Sie es auch Ihren Männer und dem Personal von den Fremdfirmen beibringen,» konterte ich ohne das geringste Grinsen. Er tigerte hinaus, und herein kam Herzchen. Heute in einem knallroten Ledermini. Welche Farbe würde er morgen haben? Würde er vielleicht durchsichtig sein? Sie sagte mir, dass ein gewisser Schnell, seines Zeichens Betriebsratsvorsitzender, mich unbedingt zu sprechen wünsche. Und ich sagte ihr, dass ich mit dem Betriebsrat schon Kontakt aufnehmen würde, wenn mir danach wäre. Dann trug ich ihr auf, den Menges herbeizuschaffen und mir eine Verbindung mit Torsten Torstein zu machen.

Menges war in Null Komma nichts zur Stelle. Er sah übernächtigt aus. Ich begrüßte ihn mit einem falschen Lächeln und erkundigte mich scheißfreundlich: «Na, durchgemacht, heute Nacht?»

Er stammelte irgendwas von Migräne.

«Ist das nicht ein Frauenleiden?» fragte ich scheinheilig.

«Ich habe das schon immer, besonders wenn das Wetter umschlägt,» sagte er und massierte sich demonstrativ die Schläfen.

Hier würde gleich etwas umschlagen, aber nicht das Wetter. Ich schob ihm Pragers Liste über den Tisch und fragte sehr viel weniger freundlich: «Was sind das für Barauszahlungen?»

Er blickte darauf nieder. «Das kann ich nicht sagen, so ohne jeden Zusammenhang…»

«Das sind über achthunderttausend Euro während der letzten sechs Monate, ausgezahlt immer an denselben Empfänger Mister Unleserlich. — Ich warte.»

In diesem Moment klingelte das Telefon, und Herzchen teilte mir mit, dass sie Torsten Torstein an der Strippe hätte. Ich ließ Menges nicht aus den Augen und sagte: «Geben Sie ihn mir.» Es knackte und eine dünne Stimme sagte: «Torstein. Ermittlungen. Was kann ich für Sie tun?»

«Sie könnten mal kurz herkommen,» teilte ich ihm mit.

«Worum geht es?»

«Um Ermittlungen.»

«Welcher Art?»

«Diskrete Ermittlungen.»

«Ein bisschen deutlicher müssen Sie schon werden,» nörgelte er.

«Werd ich auch — sobald Sie hier sind. Also was ist?»

Lange Pause. Und dann: «Das war Maddox-Color, nicht wahr?»

«Sie haben’s getroffen.»

«Und zu wem bei Maddox-Color?»

«Zum Boss.»

«Ich komme.»

«Wie schön,» sagte ich und legte auf.

Während dessen war Menges vor meinem Schreibtisch tausend Tode gestorben.

«Hören Sie…,» fing er an.

«Ja-ah, ich höre.»

«Es ist nicht so, wie Sie denken.»

«Wie ist es denn?»

«Das Grundstücksgeschäft, eine Falschbuchung…»

Ich paffte mir eine Havanna in Gang und wedelte das Streichholz aus. «Das müssen Sie mir schon genauer erklären.»

«Sehen Sie, dieses Grundstück wurde verkauft…»

«Das scheint mir außer Zweifel zu stehen.»

«Ja, aber der Preis.»

«Was stimmt damit nicht?»

«Nun, es hatte immer zum Firmengelände gehört, als Erweiterungsreserve. Der Buchwert war ziemlich niedrig, und der Verkehrswert schwierig zu ermitteln.»

«Wollen Sie mir damit schonend beibringen, dass das Grundstück offiziell zu einem niedrigen Preis, de facto aber zu einem wesentlich höheren verkauft wurde?»

«Na ja.»

«Was war denn der offizielle Preis?»

«Vier Komma vier Millionen.»

«Aha, und damit wären wir wieder bei diesen berühmten Achthunderttausend hier aus Pragers Liste. Die wurden dann wohl hintenrum geschoben, um Grunderwerbssteuer zu sparen oder als Provision.»

«So ähnlich. — Leider wurde der Betrag aufgrund eines Fehlers der Gegenseite auf einmal überwiesen, und daraus ergaben sich buchungstechnisch gewisse Probleme.»

«Das verstehe ich nicht. Wieso haben Sie den Überschuss nicht erst mal zurücküberwiesen — so was wickelt man doch in bar unterderhand ab.»

«Burger wollte das nicht.»

«Was wollte Burger denn?»

«Er wollte, dass ihm der Betrag direkt ausgezahlt wird.»

«Als Provision?»

«Das nicht gerade. Er brauchte dringend Barmittel, als er aus der Firma ausschied.»

«Wozu?»

Menges zuckte die Achseln. «Aber er hat uns als Sicherheit sein Haus übertragen, das er nicht schnell genug verkaufen konnte.»

«Schriftlich?»

«Ja, mit Brief und Siegel.»

«Das möchte ich mal sehen.»

Menges trabte ab, um die Unterlagen zu holen. Ich griff zum Telefon und ließ es bei Korf klingeln. Als er sich meldete, kam ich gleich zur Sache: «Haben Sie die Vertragsunterlagen für den Grundstücksverkauf von neulich?»

«Habe ich,» bestätigte er.

«Dann schnappen Sie sie sich mal ganz schnell und kommen zu mir runtergesaust.» Ich legte auf, ohne seine Antwort abzuwarten.

Menges kam mit seinen Unterlagen zurück. Ich sah sie mir an: Übereignungsvertrag, Verkaufsvollmacht, alles notariell beurkundet und bestempelt, wie es sein musste, um gültig zu sein. Das schien immerhin in Ordnung zu sein. Durch den blauen Dunst meiner Havanna teilte ich ihm mit: «Wir werden uns den Schuppen gleich mal ansehen, haben Sie die Schlüssel?»

«Die liegen im Safe, ich müsste sie holen.»

«Lassen Sie sich nicht aufhalten,» ermunterte ich ihn. Und dann war auch schon Korf da mit einem ziemlich dicken Bündel von Vertrag.

Ich lud ihn mit einem Kopfnicken ein, Platz zu nehmen und machte mich über das Konvolut her. Vertragspartner war eine Nordland Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, der Kaufpreis war vier Komma vier Millionen, wie Menges gesagt hatte, und auf Seiten von Maddox-Color hatte Burger unterzeichnet, entweder kraft seines Amtes, oder weil er auf irgendwelche Provisionen scharf war.

Paffend blickte ich Korf an. «Was halten Sie von dem Vertrag?»

«Ein ganz normaler Vertrag,» sagte er arglos.

«Na, ganz so normal doch wohl nicht,» rügte ich. «Maddox-Color verscherbelt doch wohl nicht alle Tage Immobilienbesitz im Werte von Millionen.»

«Das vielleicht nicht,» gab er zu.

«Und was noch?»

«Was meinen Sie?»

«Ist der Vertrag in Ordnung — Ihrer Meinung als Jurist nach?»

«Ich würde doch sagen, ja.» Er fühlte sich unwohl. Er ahnte etwas. Er hatte auch allen Grund dazu.

«Ist er nicht!» brüllte ich los und hieb mit der Faust auf den Tisch, dass es nur so krachte und Korf vor Schreck fast einen Satz machte. «Die Kaufsumme wurde auf vier Komma vier Millionen festgesetzt, gezahlt wurde tatsächlich aber ein ganz anderer Betrag. Damit liegt ein Scheingeschäft vor, und Scheingeschäfte sind unwirksam. Dafür muss man noch nicht mal Jura studiert haben, das weiß jedes Kind.»

«Oh,» sagte Korf. «Das wusste ich nicht.»

«Was wussten Sie nicht?»

«Das mit der Kaufsumme.»

Ich grunzte. «Wer steckt hinter dieser Nordland Dingsbums GmbH?»

«Das ist Jens Feddersen, der Schwager des Bürgermeisters.»

«So, so. Und hat der auch einen Beruf? Ich meine, Schwager des Bürgermeisters ist nun noch keine Erwerbstätigkeit — oder etwa doch?»

Korf zeigte ein gequältes Lächeln. «Er hat eine Bauunternehmung.»

Ich musste an die Krawallmacher auf dem Grundstück neben meinem Hotel denken. Wenn das seine Leute waren, würde ich ihm das heimzahlen. Zu Korf sagte ich: «Und was hat er mit dem Grundstück vor?»

«Soviel ich weiß, plant er darauf ein Erlebnis-Einkaufszentrum.»

«Okay, Sie werden…» Herzchen kam herein und unterbrach mich: «Da ist ein Anruf von der Pforte. Ein gewisser Herr Torstein sagt, er hätte einen Termin mit Ihnen.»

Das lief ja heute alles wie am Schnürchen. Ich sagte: «Her mit ihm!» Und zu Korf: «Vergessen Sie’s, machen Sie gar nichts. Ich werde mich persönlich um diesen Feddersen kümmern. Sehen Sie nur zu, dass Sie mir was Handfestes für die Wassermänner liefern können – oder etwas, das wenigstens handfest aussieht.»

Korf erhob sich. «Brauchen Sie die Unterlagen noch?»

Ich betrachtete den dicken Aktenpacken vor mir. Für das, was ich vorhatte, brauchte ich keine Paragrafen. Ich knurrte: «Nehmen Sie das Zeug wieder mit, und heben Sie’s gut auf. Vielleicht können wir’s ja noch mal als Beweismittel verwenden.»

Korf war gerade gegangen, da schob sich auch schon Torsten Torstein durch die Tür. Ein spindeldürrer Bursche, schon ziemlich grau in einem altmodischen braunen Anzug.

«So, Sie sind also das Argusauge hier im Städtchen,» begrüßte ich ihn.

Er ließ sich auf dem Besucherstuhl nieder und lächelte ein schiefes Lächeln. «Man tut sein Bestes.»

«Hoffentlich ist das gut genug für den Job, den ich für Sie habe.»

«Ja, der Job — worum geht’s denn nun eigentlich?»

Ich rief Herzchen herein und bestellte mir Bollmann bei ihr — zusammen mit der Personalakte von Zeck. Dann sah ich mir kurz Torsten Torstein noch etwas näher an, der nervös auf Details wartete, konnte aber keine Rückschlüsse auf seine Qualifikation als Schnüffler und Schlüssellochgucker ziehen. Bei Privatdetektiven klappt das auch nie, die kann man nur nach ihren Arbeitsergebnissen beurteilen. Und da gibt’s manchmal die tollsten Überraschungen. Ich hatte schon erlebt, wie sich die agilsten Typen als totale Versager entpuppten, während mir Schlafmützen, die kaum die Augen offenhalten konnten, zum Schluss bergeweise Beweismaterial anschleppten, mit dem ich mühelos die halbe Republik hinter Schloss und Riegel hätte bringen können. Also versagte ich mir auch bei Torstein jegliche Prognose und informierte ihn in groben Zügen über die Problematik Benno Zeck, ohne jedoch den Hintergrund mit den Wasserbüchern allzu genau zu beleuchten. Dass Maddox-Color in dieser Beziehung Dreck am Stecken hatte, war zwar schon durch die Zeitungen gegangen, aber das musste man ja nicht unnötig oft wieder aufwärmen. Ich erklärte ihm, wie weit ich in Sachen Zeck gekommen war, inklusive aller bekannten Adressen und Ansprechpartner, und dass ich von ihm erwartete, die Sache zügig zum Abschluss zu bringen. Er machte sich ein paar Notizen in ein kleinen Block mit lauter Eselsohren und fragte: «Kann ich ein Foto haben?»

Bollmann wartete schon mit der Akte in der Tür. Ich winkte ihn heran. «Haben wir ein Foto von Zeck?»

Er blätterte in der Akte. «Hier ist keins drin.»

«Sollte doch aber drin sein, oder?» hakte ich nach.

«Hm, ja, eigentlich schon…»

Ich war schon zu lange hier, um mich darüber noch groß zu wundern oder aufzuregen, und sagte nur: «Geben Sie die Akte dem Herrn Torstein, vielleicht kann er etwas damit anfangen.»

Zögernd händigte Bollmann die Akte dem Schnüffler aus. Kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit Datenschutz und solchen Sachen. Hatte Zeck sich etwa um den Datenschutz geschert, als er sich mit den Wasserbüchern davongemacht hatte?

Torstein steckte sich seinen Bleistift hinters Ohr, verstaute den Block in der Hosentasche, schnappte sich die Akte und empfahl sich.

Bollmann stand noch vor meinem Schreibtisch und sah mich abwartend an.

«Gibt’s noch was?» fragte ich ihn.

«Die Stellenanzeigen sind rausgegangen. Sie werden am Mittwoch erscheinen.»

«Schön, schön. Haben Sie die Papiere für die Leute aus der Transportabteilung schon fertig gemacht?»

«Nein, warum denn?»

Eigentlich hätte ich da schon wieder aus der Haut fahren und ihn fragen müssen, ob er sich vielleicht gleich mit vor das Erschießungskommando stellen wollte. Aber ich blieb ruhig und knurrte nur: «Die Transportabteilung ist aufgelöst. Das hatten wir doch gestern so besprochen. Ich dachte, Sie wären dabei gewesen.»

«Ja, aber so schnell…»

«Mit sofortiger Wirkung. — Wie schnell ist das Ihrer Meinung nach?»

Er wurde rot und sagte nichts.

«Also, schreiben Sie den Brüdern schöne Zeugnisse und legen Sie alles bereit. Und wenn Sie draußen den Menges sehen, schicken Sie in rein.»

Das Telefon klingelte: Zentrale Frankfurt — A.S. Mit seinem amerikanisch-deutschen Kauderwelsch quäkte er mir ins Ohr: «Was ist das für eine Blitzüberweisung, die wir da von Ihnen gekriegt haben?»

«Och, ich dachte, Sie hätten gegen die eine oder andere Million nichts einzuwenden.»

«Machen Sie keine blöden Witze.»

Ich räusperte mich. «Ein außerordentlicher Ertrag, der falsch verbucht worden war.»

«Ich will doch hoffen, dass da nicht noch mehr falsch verbucht worden ist.»

«Das kann ich Ihnen nicht versprechen. Und auch nicht, dass es mit den Millionenüberweisungen in diesem Tempo weiter geht.»

«Sie machen doch wohl nicht schon schlapp, oder?» Ja, ja, so sieht wahre Dankbarkeit aus.

Ich beruhigte ihn: «Ich hab ja noch nicht mal richtig angefangen.»

«Wie viele Entlassungen bisher?» Das war für ihn der Leistungsmaßstab schlechthin, nicht nur bei Sanierungsfällen. Management war für ihn hauptsächlich Entlassungsarbeit. Er rechnete in rollenden Köpfen.

«Eine,» sagte ich. Ich wusste, das würde ihm nicht gefallen. Aber ich war noch nicht mal seit vierundzwanzig Stunden am Werk.

«Eine? Das ist ja lächerlich! Fangen Sie endlich mal richtig an!»

Wie und wann ich richtig anzufangen habe, braucht mir niemand zu erklären, ich wechselte das Thema und erkundigte mich: «Wissen Sie zufällig, wo sich dieser Burger zur Zeit aufhält?»

«Das einzige an Burger, das mich interessiert, ist, dass er nie wieder Gelegenheit hat, die Geschäfte von Maddox zu ruinieren.» Er wusste es also nicht. Und ich glaube, er sagte auch nicht ‚Burger‘ , sondern so etwas Ähnliches wie ‚this bloody son of a bitch‘. Auf jeden Fall war unsere nette kleine Telefonkonferenz damit zu Ende. Er legte auf. Ich legte auf. Und dann war endlich auch Menges mit mit dem Schlüssel da und entschuldigte sich, dass es ein wenig gedauert hatte, weil er Prager noch dies und das erklären musste. Prager, der alte Schweinehund war also schon wieder auf seinem Posten. Und wenn die Welt in Scherben fällt, auf ihn wird immer Verlass sein.

Ich brauste mit Menges los zu Burgers Haus. Im Wagen rekapitulierte ich kurz die Lage: «Also der Burger hat der Nordland Dingbums GmbH dieses Grundstück verkauft für fünf Komma zwei Millionen, offizieller Kaufpreis aber nur vier Komma vier. Und weil bei Nordland irgendwer gepennt hat, wurde der ganze Betrag am Stück überwiesen — richtig?»

Menges nickte unbehaglich.

«Wofür war eigentlich die Differenz gedacht?.»

«Ich weiß nicht genau, als Provision vielleicht.»

«Für wen?»

«Für den Herrn Burger.»

«Der darf als Chef von Rechts wegen gar keine Provisionen annehmen für Geschäfte, die er im Namen seiner Firma macht. Aber lassen wir das. Diese Achthunderttausend, die Sie ihm bar ausgezahlt haben, als er sich aus dem Staub gemacht hat, und von denen er sich möglicherweise eingebildet hat, dass sie ihm als Provision für diesen Grundstücksdeal zugestanden hätten, wo haben Sie die hergenommen, von der Bank?»

«Nur zu einem kleineren Teil.»

«Soll das heißen, in der Firmenkasse war so viel Bares?»

«Wir brauchen da gewisse Reserven für unsere Rohstofflieferanten aus Osteuropa, die wünschen Barzahlung bei Lieferung.»

Wahrscheinlich weil sie die Rohstoffe irgendwo geklaut hatten, vielleicht sogar bei Maddox-Color selbst. Diese Praxis würde ich mir bei Gelegenheit mal genauer ansehen. Zu Menges sagte ich: «Und den Zaster haben Sie Burger dann im Aktenköfferchen übergeben.»

«So in etwa. Aber er hat uns im Gegenzug dafür sein Grundstück übereignet. Der Firma ist also gar kein Schaden entstanden.»

«Das werden wir wissen, wenn wir uns das feine Haus angesehen haben — und den Grundschuldstatus im Grundbuch,»dämpfte ich seinen Optimismus. «Und ganz koscher ist Ihnen die ganze Transaktion doch nicht vorgekommen, wie?»

«Wie meinen Sie das?»

«Sonst hätten Sie wohl kaum versucht, das Ganze so plump in den Büchern zu tarnen.»

«Das war ja nur eine provisorische Maßnahme, damit die Bilanzzahlen stimmen — Ausgleichsbuchungen sozusagen,» verteidigte er sich. «Sobald wir den Erlös für das Haus gehabt hätten, wäre alles wieder zurückgebucht worden.»

Beim Fahren zündete ich mir eine Havanna an und teilte ihm mit: «Das Gesetz nennt so etwas Bilanz- und Urkundenfälschung.»

Erschrocken drehte er den Kopf zu mir. «Werden Sie mich anzeigen?»

Eine Weile lang sagte ich nichts und brummte dann: «Das hängt ganz davon ab, was sonst noch alles rauskommt und wie Sie sich bei der Sanierung der Finanzen anstellen. Aber eins würde mich doch noch interessieren: Warum zum Teufel haben Sie das gemacht? Was ist für Sie dabei herausgesprungen?»

«Herausgesprungen? Für mich? — Gar nichts!»

«Jetzt nehmen Sie mich aber auf den Arm.»

«Ich schwöre…»

«Keine Meineide bitte.»

«Wirklich!»

«Also — warum?» fragte ich um die Zigarre herum.

«Er war doch mein Chef,» sagte er mit weinerlicher Stimme.

«Zum Schluss nicht mehr. Da war er nur noch ein Mann auf der Flucht.»

Lange Pause. Dann jammerte er: «Es hört doch nicht von einer Stunde auf die andere auf, dass jemand der Chef ist.»

Ich blickte ihn an. Ein kleines Würstchen, das seine Existenz aufs Spiel setzte, bloß um seinem Boss einen Gefallen zu tun. Fast tat er mir leid. Aber nur fast.

Am Straßenrand tauchte ein Schild auf — Blumenschein-Immobilien. Dämlicher Name. Ich hielt an, ich brauchte jemanden, der den Wert von Burgers Bude und die Verkaufschancen einigermaßen zuverlässig schätzen konnte. Und mit dem Namen hatte es schon seine Richtigkeit, denn es war der Name der Inhaberin — Tabea Blumenschein. Ihr Büro befand sich in einem ehemaligen Ladengeschäft und war bis auf sie selbst ziemlich leer. Ich erklärte ihr, was ich wollte. Und sie hatte auch gleich Zeit und schloss ihre Firma ab und stieg hinten ein, und weiter ging’s zu dritt.

Sie war schon ein etwas älteres Mädchen. Rauchend fragte ich über die Schulter zurück: «Schon lange in dem Geschäft?»

«Seit fünf Jahren — wieder.»

Aha, Kinder aus dem Haus oder Ehe kaputt oder beides. Man muss wieder selber Geld verdienen und wieder in die alte Tretmühle steigen.

«Wie läuft’s denn so?»

«Zur Zeit ziemlich ruhig.»

«Kennen Sie zufällig das Haus vom ehemaligen Chef von Maddox-Color?»

Sie kannte es nicht. Das war kein gutes Zeichen. In so einem kleinen Städtchen sollte man als Fachmann eigentlich alle interessanten Objekte am Schnürchen haben — auch wenn man eine Frau war.

Menges lotste mich zur Stadt hinaus zu einem Dorf ein paar Kilometer entfernt. Ein paar alte Häuser inmitten von Obstwiesen, die sich um ein Backsteinkirchlein scharten. Wir fuhren hindurch und nahmen dahinter einen eichengesäumten Weg, der zu einem etwas abseits gelegenen Gehöft führte. Es war ein großes niedersächsisches Bauernhaus, reetgedeckt und mit geschnitzten Pferdeköpfen am Giebel. Auf den Hof gelangte man durch ein weißes Holzportal. Alles restauriert und piekfein hergerichtet. Umgeben wurde es von Pferdekoppeln, so weit das Auge reichte. Mit den alten Bäumen, die darauf standen, wirkte das Ganze wie ein einziger riesiger Park.

Als erstes warf ich einen Blick in die Stallungen. Sie enthielten lauter Pferdeboxen. Alle waren leer. Aber noch nicht seit langem, der Pferdegeruch hing noch in der Luft, Stroh und Pferdeäpfel am Boden waren noch frisch. Dann ging wir rüber zum Wohnhaus. Frau Mondschein blickte sich aufmerksam um. Menges schloss uns auf. Die Diele war stilecht mit alten Klinkern ausgelegt. Links ging es zu einer großen Küche. Der Rest des Erdgeschosses wurde vom Wohnzimmer eingenommen — so an die hundert Quadratmeter. Von seinem Büro her wusste ich ja schon, dass Burger weite Räume liebte. Es gab viel offenes Fachwerk und Eichengebälk, einen großen Kamin, erstklassige Antiquitäten, dicke Teppiche auf teuren Steinfußböden. Alles mit viel Stil und Geschmack eingerichtet. Und durch große Sprossenfenster ging der Blick in die Parklandschaft hinaus. In den beiden oberen Stockwerken befanden sich noch zwei geräumige Arbeitszimmer und fünf Schlafzimmer, jedes mit eigenem Bad. Im größten hing noch Kleidung in den Schränken, und auf der Frisiertoilette tummelte sich noch allerlei Weiberkrimskrams. Es fand sich sogar noch schmutzige Wäsche in einem Korb.

«Wird das Haus noch bewohnt?» erkundigte sich Frau Mondschein.

Ich schaute Menges an, und er schaute mich an. Wir wussten es nicht. Das Haus hatte Burger gehört, und der war abgehauen. Und was er auf der Flucht zurückgelassen hatte, sollte wohl zum Inventar gehören. Ich informierte Frau Mondschein dahingehend. Eine eingehendere Untersuchung der Arbeitszimmer brachte keine neuen Erkenntnisse. In den Regalen standen zwar noch Bücher, aber die Schreibtische waren leergeräumt, ebenso wie ein versteckter Safe hinter einem Stillleben in Öl. Wir gingen wieder hinunter und sahen uns noch die Nebengebäude an. Die Dopppelgarage war leer bis auf zwei Fahrräder. Weiter hinten im Hausgarten hinter Fliederbüschen stand ein Gewächshaus, das sich bei näherem Hinsehen als verglaster Swimmingpool mit Zwanzigmeterbecken entpuppte und einen Holzanbau mit Sauna hatte.

Natürlich fragte ich mich, was es zu bedeuten hatte, wenn jemand in derartiger Hast sein trautes Heim auf Nimmerwiedersehen verließ. Wieviel Dreck musste der am Stecken haben? Und an Frau Mondschein richtete ich die Frage: «Nun, was meinen Sie, wieviel würde dieses schöne Objekt wohl bringen?»

«Wie weit reicht das Grundstück?»

«Soweit man sehen kann,» sagte Menges. «Insgesamt sind es rund zehn Hektar.»

Sie rechnete im Kopf alles zusammen und verkündete: «Das meiste des Grundstücks sind natürlich nur landwirtschaftliche Flächen, aber insgesamt würde ich dieses Anwesen auf zweieinhalb bis drei Millionen schätzen. Ob man das auch erzielen kann und ob man überhaupt etwas erzielen kann, hängt natürlich von der Nachfrage ab, und die ist für derartige Objekte naturgemäß nicht besonders groß. Besonders nicht hier in der Gegend bei der wirtschaftlichen Lage, die wir haben. Man müsste jemanden finden, den es gezielt anspricht. Vielleicht jemand mit einem Faible für Pferde.»

«Sie haben nicht zufällig so jemanden an der Hand?» fragte ich forsch.

Sie lächelte abgeklärt. «Ich habe Interessenten für Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Aber für so ein Objekt — nein das ist nicht meine Klientel. So etwas müsste man überregional anbieten, Leuten aus der Stadt, mit viel Geld.»

Keine gute Nachricht. Das sah nach einer langwierigen Verwertung aus.

Wir stiegen wieder in den Wagen. Auf dem Rückweg erkundigte ich mich noch bei ihr. «Haben Sie ungefähr eine Vorstellung, wie viel zwanzig Hektar Gewerbefläche hier in der Gegend kosten — voll erschlossen?»

«Das müssten so um die sechs Millionen sein,» schätzte sie.

Ich warf Menges einen vielsagenden Seitenblick zu, und er guckte ziemlich unbehaglich aus der Wäsche.

In der Stadt setzte ich Frau Mondschein an ihrer kleinen Agentur ab und machte dann mit Menges zusammen noch einen kleinen Umweg übers Grundbuchamt. Keine bösen Überraschungen dort, das Grundstück war schuldenfrei. Immerhin. Gegen elf waren wir wieder im Werk.

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